Aktuelle Veränderungen und Entwicklungen in unserer Niederurseler Kirchengemeinde
Wie alles begann
Angefangen hat alles vor einigen Jahren mit der Nachricht, dass unser Kindergarten in Niederursel so hohe Brandschutzauflagen bekommen hat, dass sich ein Weiterführen der Einrichtung in der gewohnten Struktur als nicht finanzierbar darstellte. Eine Schließung bis 2013 wäre unumgänglich geworden. Nach reiflichen Überlegungen und Abwägen der unterschiedlichsten Konzepte sind wir mit unserer Nachbargemeinde, der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, zu einem denkbaren Konzept und zu einer durchführbaren Lösung gekommen.
Wir tun uns in Sachen Kindergarten zusammen.
Wir bauen gemeinsam einen neuen, modernen Kindergarten mit angeschlossenen Krabbelgruppen und beziehen das schon bestehende Kindergartengebäude der Dietrich- Bonhoeffer-Gemeinde mit ein, das modernisiert wird und in das neu entstandene Raumkonzept einbezogen wird.
Veränderungen – Abstriche machen
Damit dieses Konzept realisiert werden kann, hat unsere Nachbargemeinde auf ihr gewohntes Gemeindehaus verzichtet, das nun abgerissen wird. Das ist für unsere Nachbargemeinde ein richtig großer Schritt und sicher auch ein spürbarer, in mancher Hinsicht auch schmerzhafter, Einschnitt. Das ist uns sehr deutlich. Da wird auf vieles was gewohnt und liebgewonnen war, verzichtet. Wir hier in Niederursel sind dankbar für diese Entscheidung, denn so können die Kindergartenplätze unserer Niederurseler Gemeinde mit den Kindergartenplätzen der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde zusammengelegt werden und durch zusätzliche Gruppen zu einer großen Kindertagesstätte erweitert werden.
Natürlich sind die vor uns liegenden Veränderungen auch für uns als Niederurseler Gemeinde mit Einschnitten verbunden, die auch an einigen bestimmten Punkten schmerzen.
| Gemeindeversammlung: »Der Kooperationsvertrag mit der Nachbargemeinde und das Gebäudekonzept« Sonntag, 5.Februar 2012, 11.15 Uhr, nach dem Gottesdienst in unserer Kirche. |
Unser Kindergarten besteht in unserem alten Haus schon seit 1912. Viele Großeltern und Eltern unserer jetzigen Kinder sind schon in diesen Kindergarten gegangen – ein Haus der Generationen. Und einig sind wir uns darin, das unser Haus durch seine Art und Struktur ein besonderes Flair hat, das von den Generationen vor uns und auch von vielen Familien heute, geschätzt – und wie die vielen Anmeldungen, die wir in jedem Kindergartenjahr haben – auch gesucht wird. Aber, wenn wir ehrlich sind, liegt das nicht nur an dem Haus an sich, sondern vor allen Dingen an unserem engagierten und wunderbaren Kindergartenteam und der fachkundigen, am Kind orientierten und gemeindenahen Leitung! Das Konzept und unser Team gestalten das hohe Niveau unseres Kindergartens!
Neue Chancen wahrnehmen – gemeinsam planen
Auf dem freien Grundstück des Gemeindezentrums der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde bauen wir unser gemeinsames Kindergartengebäude. In diesem Gebäude finden nun die gemeinsame große Kindertagestätte, bestehend aus Kindergartengruppen und Krabbelgruppen, und auch Gemeinderäume der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Platz.
Zum Gesamtkonzept gehört, das der schon bestehende Kindergartenbau der Nachbargemeinde modernisiert und aufgewertet wird und Teil der nun gemeinsamen Einrichtung sein wird.
Wir werden die entstehende Einrichtung in gemeinsamer Trägerschaft planen, konzipieren und weiter entwickeln. Gemeinsame Trägerschaft bedeutet intensive Kooperation und gemeinsam wahrzunehmende Verantwortung für die Leitungen unserer beiden Gemeinden. Es ist ein neuer Weg für jede der beiden Gemeinden. Und dieser Weg wird sicher nicht immer ein leichter Weg sein.
Um diesen Weg zu ebnen und alle diese vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen lösen zu können und der weitreichenden Verantwortung gerecht zu werden, haben wir einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser regelt die Aufgaben und Pflichten der gemeinsamen Trägerschaft. Die Planung und Entwicklung dieser neu entstandenen Kooperation.
Die Kirchenvorstände bilden gemeinsame Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die die Verantwortung planend, begleitend und weiterentwickelnd, umsetzen.
Wir werden auch unsere Gebäude in einem gemeinsamen Gebäudekonzept, das schon von der Regionalversammlung des Evangelischen Regionalverbandes genehmigt wurde, gemeinsam verwalten und verantworten. Wir werden Räume gemeinsam nutzen und uns darin miteinander verbinden.
So lernen wir je unterschiedliche Gemeinden uns neu zu sehen und erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten, Stärken und Schwächen. Darin werden wir uns gegenseitig begleiten.
Wir bewegen uns aufeinander zu. In der Zeit schwindender Gemeindegliederzahlen und damit auch leerer werdender Gemeindekassen, geht es gemeinsam besser.
Wir sind auf einem guten Weg.
Darüber werden Sie, liebe Gemeindeglieder, zeitnah auf dem Laufenden gehalten.
Pfarrer Michael-Max Stichling


Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)